Warum dein Körper nicht „kaputt“ ist – Das Prinzip vom überlaufenden Fass
Wer unter immer wiederkehrenden Schmerzen leidet, kennt das frustrierende Gefühl: „Schon wieder!“ Oft sucht man verzweifelt nach der einen Ursache. War es eine falsche Bewegung? Liegt es an der Matratze? Oder am „Verschleiß“, der auf dem letzten Röntgenbild zu sehen war?
Wenn der Schmerz plötzlich einschießt, fühlen wir uns oft machtlos. Doch die moderne Schmerzmedizin zeigt uns heute ein Bild, das weitaus vielfältiger ist – und genau darin liegt eine enorme Chance für deine Genesung.
Stell dir deine körperliche Belastbarkeit wie ein Fass vor.
Im Laufe unseres Lebens füllt sich dieses Fass mit ganz unterschiedlichen Dingen. Da gibt es Faktoren, die wir nicht beeinflussen können: unsere Genetik, natürliche altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule oder vielleicht frühere Verletzungen. Diese Dinge bilden sozusagen das Grundwasser in unserem Fass.
Kommen nun im Alltag weitere belastende Faktoren hinzu – wie ein Bewegungsmangel, schlechter Schlaf,anhaltender Stress, innere Anspannung oder auch die ständige Sorge um den eigenen Körper –, füllt sich das Fass immer weiter. Irgendwann ist es randvoll.
Wenn du dich dann im Garten bückst oder eine unscheinbare Bewegung im Alltag machst, ist das lediglich der berühmte letzte Tropfen. Das Fass läuft über und das Gehirn schlägt Alarm: Schmerz.
Gereizt, aber nicht kaputt
Die wichtigste Erkenntnis daraus lautet: Dein Körper ist in diesem Moment nicht plötzlich „kaputtgegangen“.Das Gewebe ist schlichtweg hochgradig gereizt und die Alarmanlage deines Körpers ist aktuell etwas zu scharf eingestellt.
Dein persönliches Menü an Möglichkeiten
Weil Schmerz fast immer multifaktoriell ist (also viele verschiedene Bausteine hat, die das Fass füllen), ist das eine großartige Nachricht für deine Therapie! Es bedeutet nämlich, dass wir ein riesiges „Menü“ an Möglichkeiten haben, um den Schmerz zu lindern.
Wir müssen und können deine Genetik oder dein Alter nicht verändern, um das Fass wieder zu leeren. Es reicht oft aus, an den Stellschrauben zu drehen, die wir aktiv beeinflussen können:
Die sanfte Wiederaufnahme von Bewegungen, die dir eigentlich wichtig sind.
Das schrittweise Vertrauen in die eigene Belastbarkeit.
Strategien zur Entlastung und Beruhigung des Nervensystems.
Wir nehmen uns Zeit für deine Geschichte
In unserer Praxis wissen wir, dass Schmerz eine zutiefst persönliche Erfahrung ist. Wir schauen nicht nur auf das Gelenk, sondern auf dich als Mensch. Gemeinsam erarbeiten wir in einer entspannten, wertungsfreien Atmosphäre, welche Faktoren dein persönliches Fass füllen – und noch viel wichtiger: Mit welchen Schritten wir es gemeinsam wieder leeren können, damit du gestärkt und mit neuem Vertrauen in deinen Körper in den Alltag zurückkehrst.
Du möchtest das Thema Schmerz endlich aktiv anpacken? Vereinbare gerne einen Termin – wir freuen uns darauf, dich auf deinem Weg zu begleiten!



